Kein weiterer Windpark

Foto: Bernd Bock

Die BUND Kreisgruppe Friesland hatte am 07.Juni zu einer Infoveranstaltung über einen von der Gemeinde Bockhorn geplanten Bau einer weiteren Windkraftanlage am Rande des Bockhorner Moores geladen. Der Windpark umfasst 50 Hektar mit Anlagen von 200 Meter Höhe.


Die Kreisgruppe lehnt das Projekt ab, da die Gemeinde bereits Ihren Beitrag zum Klimaschutz durch bestehende Windparks geleistet hat und sich zu nah im natursensiblen Bereich befindet. Damit stehen Investoreninteressen vor Naturschutzinteressen.


Zu dem Projekt nahmen Stellung: die Landesvorsitzende des BUND Niedersachsen Frau Gerstner, der Bürgermeister der Gemeinde Bockhorn. Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Investor. Ungefähr 80 Interessierte waren dem Aufruf gefolgt.

 

Leserbrief

Zu der Veranstaltung hat unser Kreisgruppenmitglied Bernd Bock einen Leserbrief verfasst der in dem Magazin "Meilengänger" veröffentlicht wurde.


 

Demonstration gegen Rechts

Foto: BUND Kreisgruppe Friesland

Unsere Kreisgruppe war Unterstützer der Demo gegen Rechts am 25.02.2024 in Varel auf dem Schloßplatz. Mehr als 120 Organisationen, Firmen und Privatpersonen haben die Aktion unterstützt. 

Der Beitrag einer afghanischen Schülerin der 10. Klasse der Oberschule hat besonders bewegt, denn sie hat sehr treffend beschrieben, was der wesentliche Unterschied zwischen ihrem Land und Deutschland ist, was man dort eben nicht kann/darf und welche Freiheit und Rechte wir hier bei uns haben. 

Das wollen und müssen wir uns bewahren. Dafür lohnt es sich zu kämpfen und auf die Straße zu gehen. Und wir wollen verhindern, dass sich die Vergangenheit wiederholt.Wir glauben den Zeitzeugen von damals, die uns jetzt immer noch berichten, wie grauenvoll und menschenverachtend es damals einmal war. Darum: 

Nie wieder ist jetzt.


 

 

BUND Friesland lehnt Windpark Grabstederfeld ab!

2015 hat sich der Gemeinderat der Gemeinde Bockhorn gegen einen weiteren Ausbau der Windkraft in der Gemeinde Bockhorn ausgesprochen. Es wurden von den Ratsmitgliedern u.a. folgende Aussagen getätigt: Viele Bürger sind dagegen; wir haben bereits genügend Windkraft in der Gemeinde; es gibt zu viel produzierten Strom; noch ist nicht geklärt, wie er gespeichert wird; wir sollten uns fragen, was wir unseren Bürgern noch alles zumuten können, ...(Foto: Bernd Bock)

Im Jahr 2022 wurden laut Bundesnetzagentur sage und schreibe 8 Milliarden Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien wegen drohender Netzüberlastung Zwangs-abgeschaltet. Ohne den weiteren Ausbau der Netze wird es aber keine Energiewende geben.

Der Netzausbau beschäftigt in der Gemeinde Bockhorn sehr viele betroffene Bürger*innen, zumal noch weitere Stromtrassen und Gasleitungen zu den jetzt schon vorhandenen in Planung sind.

Gerade wegen der schon jetzt vorhandenen Überfrachtung mit Versorgungstrassen, wurde bei der Berechnung zur Ausweisung von Flächen für die Windkraft darauf Rücksicht genommen; der Flächenbedarf für Windkraft ist jetzt schon erreicht!

Eine Kommune wie Bockhorn trägt daher schon jetzt damit einen sehr großen Beitrag zur Energiewende bei und sollte eine angemessene Entschädigung für die Wegnutzung von den Betreibern einfordern.

In Grabstederfeld besteht laut Unterer Naturschutzbehörde (UNB) des Landkreises Friesland ein erhebliches Potenzial für einen ausgewogenen Moorschutz, zumal die erforderlichen Gelder dafür bereitstehen sollen.

Die UNB hat in diesem Bereich eine erhebliche Betroffenheit des Landschaftsbildes festgestellt. Können wir als Ersatzzahlung für das verlorene Landschaftsbild 150.000 € pro Windenergieanlage akzeptieren? Wir sagen Nein!

Zusätzlich wird wegen der Tiefgründung der Fundamente von 16 m noch ein hydrologischen Gutachten vorzulegen sein, um den genauen Verlauf der Wasserlinien zum Bockhorner Moor hin bewerten zu können.

Weiter sind wir der Auffassung, dass aus naturschutzfachlicher Sicht noch nicht alle Bereiche ausreichend geprüft wurden.

Wir als KG Friesland im BUND sehen daher keine Notwendigkeit für den Windpark Grabstederfeld und lehnen eine mögliche Errichtung dort ab. Gerade in diesem Bereich wollen wir dem natürlichen Klimaschutz Vorrang gewähren.