Artenschutz am Bau

Wenn umgebaut oder gebaut werden soll, kann man einiges für den Umwelt- und Tierschutz tun.

Bei Umbauten ist z. B. gesetzlich vorgeschrieben, nach eventuell vorhandenen streng unter Schutz sthenden Fledermäusen Ausschau zu halten. Falls der Verdacht besteht, dass vor Ort ein Bestand von Sommer- oder Winterquartier für Fledermäuse, gleich welcher Art, besteht oder bestehen könnte, mussen alle Umbaumaßnahmen gestoppt und umgehend die "Untere Naturschutzbehörde" oder der Fledermausbeauftragte der Stadt, Gemeinde oder des Landkreises informiert werden!

Dieser Baustopp kann vermieden werden, wenn man schon im Vorfeld sondiert und von o. g. Fachleuten prüfen lässt, ob sich Fledermäuse eingenisten haben.

Auch vom Laien ist in den Abendstunden im Sommer der Fledermausflug festzustellen. Falls in unmittelbarer Nähe des Objektes Fledermäuse fliegen und auch Nischen und kleine Ritzen z. B. zur Verkleidung der Außenwände, Dachüberständen etc. vorhanden sind, liegt der Verdacht nahe, dass sich Fledermäuse eingenistet haben könnten.

Um nicht gegen vestehndes Recht zu verstoßen, sollte man die Behörden oder den Fledermausbeauftragten informieren! Dieser wird gerne kommen und eine Begehung und eingehende Prüfung vornehmen.

Man muß keine Angst haben, der Umbau kann trotzdem stattfinden. Nur dieser wird dann u. a. terminlich abgestimmt. Eventuell gibt es noch kleine Auflagen, aber die sind gut zu meistern.

Beim Neubau kann man, wenn man sich für die Tierwelt einsetzen möchte, auch so einiges vorbereiten und beachten.

Aber auch für die Vogelwelt kann einiges getan werden. Die Schwalbenvorkommen sind seit Jahren stark rückläufig. Ich selbst führe dies in erster Linie auf die geänderte Landwirtschaft zurück. Die Ställe haben sich in den letzten 20 Jahren verändert. Immer mehr Laufställe mit Spaltenböden sorgen dafür, dass kein Mist mehr ensteht, bzw. eventuell nur noch im Kälberbereich anfällt. Dies sorgt dafür, dass sie Schwalben, welche bei schlechtem Wetter im Stall jagen würden, dort kaum noch Futter finden. Ferner haben sich die Ställe auch im Bereich der Lüftung verändert. Früher standen den ganzen Sommer über die Kippfenster auf. So konnten die Schwalben ungehindert ein- und ausfliegen. Nun gibt es die Belüftung im seitlichen Bereich durch Netze und oben durch einen guten Luftfirst. Der Luftfirst wird z. B. von Spatzen, aber nichtt von Schwalben genutzt. Somit sind die Schwalben bei den modernen Ställen fast gänzlich ausgesperrt. In der Regel handelt es sich in den Ställen um Rauchschwalben.

Außerhalb des Stalles ist eher die Mehlschwalbe anzutreffen. Sie bevorzugt den Nestbau unter Dachüberhängen. In der Regel an der Giebelwand. Sie kleben ihre Nester an die Wand. Wobei die Rauchschwalbe ihre Nester aufsetzt.

Da die Menschen leider sehr empfindlich geworden sind, stören sie sich an dem Schmutz, welchen die Schwalben hinterlassen. Vielfach werden aus diesem Grund die Schwalbennester von Menschen zerstört. Dies wäre überflüssig, wenn man unter den Nestern ein Brett befestigt, welches den Schmutz auffängt. So gibt es kaum noch Verschmutzungen an den Wänden oder auf dem Boden.

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Auszug aus dem BUND-Newsletter vom 20.08.12

Liebe Leserinnen und Leser,

da waren es nur noch 189: Der Regensburger Gelbling ist in Deutsch­land ausgestorben. Den kleinen Schmetterling konnten Biologen das letzte mal vor zwölf Jahren in Deutschland beobachten. Der negative Trend in den Beständen unserer Schmetterlinge hat sich leider auch in den letzten Jahren fortgesetzt. Nur etwa ein Drittel aller deutschen Tagfalter gelten als ungefährdet. Langfristg ist nur bei zwei Prozent der Arten mit einer deutlichen Zunahme ihrer Bestände zu rechnen. Dies alles geht aus der vor Kurzem veröffentlichten neuen Roten Liste der bedrohten Arten hervor.

Doch wer ist Schuld am Verschwinden der Schmetterlinge? Die Ursachen sind vielfältig. Der Verlust der Lebensräume und des Nahrungsangebotes durch Land- und Forstwirtschaft, Pestizideinsatz, Landschaftszerschneidung und Siedlungsbau und der Klimawandel machen Schmetterlingen zu schaffen.

In dieser Newslette-Ausgabe wollen wir Ihnen zeigen, was Sie zum Schutz der "Gaukler der Lüfte" beitragen können.

Viel Spaß bei der Lektüre wünschen

Nehle Hoffer, Lynn Gogolin-Grünberg und Dr. Norbert Franck
für das BUND-Naturschutzteam

Abenteuer Faltertage 2012 – Schmetterlingszählung für alle!

In unserem sehr wechselhaften Sommer konnten NaturfreundInnen bisher nur wenige Schmetterlinge beobachten. Hoffentlich ändert sich das in der zweiten Sommerhälfte. Denn die Schmetterlingszählaktion "Abenteuer Faltertage" läuft noch bis Ende Oktober.

Das Mitmachen ist ganz einfach: Zählbogen bestellen oder herunterladen, Schmetterlinge notieren, abschicken. Wir werten die Daten dann für Sie aus. Vorkenntnisse brauchen Sie nicht, die gesuchten Schmetterlinge sind leicht zu erkennen und zusätzlich helfen die Abbildungen auf unserem Zählbogen.

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Ihr ganz eigenes Schmetterlingsparadies

Auch wenn die Garten-Hochsaison sich dem Ende zuneigt, können Sie noch immer einiges für die Gaukler der Lüfte tun. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihren Garten oder Balkon in richtige kleine Schmetterlingsoasen verwandeln können.

Die Bedeutung von Gärten und Balkonen hat in Zeiten, in denen Schmetterlinge, ihre Raupen und viele andere Insekten in der Natur immer weniger Nahrung finden, dramatisch zugenommen.

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Ausgezeichnetes Ameisenbläulings-Projekt des BUND

Das Ameisenbläuling-Projekt des BUND Rhein-Sieg-Kreises wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Zum Schutz der Falter pflegen und überwachen die Freiwilligen Feuchtwiesen und Grünland im Umkreis von Eitorf, Nordrhein-Westfalen. Ziel des Projektes ist es, die lokalen Bestände des Dunklen und Hellen Wiesenknopf-Ameisenbläulings zu sichern und weiter zu entwickeln. Auf einzelnen Flächen finden sich inzwischen Bestände von mehreren hundert Ameisenbläulingen.

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Wir bewahren Vielfalt

Allein in Deutschland gibt es etwa 70.000 verschiedene Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Diese biologische Vielfalt bildet die Grundlage allen Lebens – auch die unserer Existenz. Und sie ist gefährdet. Die „Roten Listen der bedrohten Arten“ sind zum Gradmesser des Verlustes geworden. Über 7.000 Tierarten gelten in Deutschland als gefährdet oder sind sogar vom Aussterben bedroht.

Wildkatze, Grashüpfer, Biene, Eisvogel, Fotos: BUND, A. Thomet, A. Thomet, BUND


Der BUND setzt sich deshalb schon lange auf verschiedenen Ebenen für die Artenvielfalt ein: mit politischem Druck und rechtlichem Widerstand gegen jede Form der Naturzerstörung und mit dem praktischen Einsatz vieler Freiwilliger, die überall in Deutschland wertvolle Lebensräume erhalten und betreuen.

In Orts- und Kreisgruppen bauen BUND-Aktive Krötenzäune, sie organisieren Schmetterlingszählungen oder pflegen die lokale Orchideenwiese. Vereint in Landesverbänden kämpfen sie für Schutz und Ausweitung wichtiger Rückzugsgebiete heimischer Tiere und Pflanzen. In bundesweiten Projekten schaffen sie zum Beispiel das „Rettungsnetz für die Wildkatze“ – eines der größten Artenschutzprojekte Europas.

Auf unseren Internetseiten erfahren Sie mehr über den Artenschutz beim BUND. Sie finden Informationen, wie Sie selbst aktiv werden können – alleine zu Hause, im Garten oder in der nächsten Gruppe des BUND. Und wir weisen Sie auf die Möglichkeit hin, zu spenden. Denn Artenschutz braucht Geld. Und er ist es wert. Oder mögen Sie sich eine Welt ohne Schmetterlinge, Orchideen, Wildkatzen und Co. vorstellen?

Übrigens: Projekte des BUND, bei denen der Schutz von Flächen und Biotopen – wie Elbe oder Grünes Band – im Vordergrund stehen, finden Sie unter Naturschutz.



Winterquartier für Fledermäuse

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