(Plastik-) bzw. Kunststoffmüll überflutet unsere Umwelt

 

Mit Mikroplastik fängt es an mit und mit großen Verpackungen hört es lange nicht auf. Unsere Müllhalden, unsere direkte Umwelt, besonders die Weltmeere und jeder noch so abgelgene Ort der Erde ist/sind mit Plastik-, Kunststoffmüll wäre eigentlich richtig, äußerst stark belastet.

In den Meeren gibt es Strudel mit mehreren 100 Kilomotern Durchmesser, die nur aus solchem Müll bestehen. Für uns eigentlich nicht vorstellbar. Mindestens genauso schlimm ist der Mikrokunststoff, welchen man mit bloßem Auge nicht wahrnehmen kann, aber von den Tieren, von denen wir uns eventuell auch ernähren, aufgenommen wird. Manche Tiere verenden, weil sie zuviel Kunststoff im Magen haben und sich dadurch ein Sätigungsgefühl einstellt, aber keine erforderliche Nahrung mehr im Magen vorhanden ist.

Andere Tiere verenden qualvoll, weil sie sich im Kunststoffmüll verfangen haben und sich nicht mehr frei bewegen und Nahrung aufnehmen können. Manche Tiere schleppen solchen Müll jahrelang mit sich, bis sie daran verenden. Wenn die Tiere wachsen und schneidet der Kunststoff  ins Fleisch und drückt auf die Adern oder die Atemwege.

Vermeidet Kunststoffmüll!

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Hier Tipps dazu

Wiesenvogelschutz in der Etzeler Marsch

Foto: Knut Jeromin - Uferschnepfe

Trotz vielfältiger Schutzbemühungen gehören Wiesenvögel zu den am stärksten gefährdeten Brutvogelarten, ihre Bestände nehmen europaweit seit Jahrzehnten rapide ab. Die Bestandsrückgänge sind im Wesentlichen auf einen zu geringen Bruterfolg in Folge Ausdehnung und Intensivierung der Landwirtschaft zurückzuführen. Die Schutzbemühungen in den mitteleuropäischen Brutgebieten müssen weiter intensiviert und verbessert werden.


Die Etzeler Marsch beherbergte bis Mitte des letzten Jahrhunderts aufgrund hoher Grundwasserstände und regelmäßiger winterlicher Hochwasserstände bedeutende Wiesenvogel-Brutvorkommen. Auch wenn weite Teile die Etzeler Marsch in Folge großflächiger Entwässerungen, Intensivierung der Landwirtschaft, der Anlage von Kavernen etc. immens entwertet wurden, beherbergt sie auch heute noch bedeutende Wiesenvogel-Brutbestände. Stichpunktartige Begehungen in 2013 und 2014 ergaben allein auf einer nur ca. 5 km² großen Fläche ≥ 5 Brutpaare (BP) des Großen Brachvogels, ≥ 5 BP der Uferschnepfe, ≥ 10 Austernfischer BP und > 20 BP des Kiebitzes. Hinzu kamen in 2014 mindestens 5 (!) Paare der Sumpfohreule. Alle genannten Arten stehen auf der Roten Liste der in Niedersachsen und Bremen gefährdeten Vogelarten sowie auf den Roten Liste der in Deutschland und im Naturraum „Watten und Marschen“ gefährdeten Vogelarten. Dem entsprechend gehören sie zu den prioritären Arten des Brutvogelschutzes in Niedersachsen.


Beobachtungen zur Brutzeit 2014 zeigten darüber hinaus, dass die Bruten extrem gefährdet sind: Mindestens die Hälfte der Gelege der Sumpfohreule, des Großen Brachvogels und der Uferschnepfe wurden in Folge zu früher Mahd zerstört (wahrscheinlich lag der Prozentsatz deutlich höher, nicht alle Standorte konnten regelmäßig kontrolliert werden)!



Was ist geplant?

Auch wenn die Etzeler Marsch für Wiesenvögel von großer Bedeutung ist, liegen keine quantitativen Bestandserfassungen vor. In einem Kerngebiet der Etzeler Marsch – zwischen den Ortschaften Etzel und Horsten und dem Friedeburger Tief – sollen im Rahmen einer Pilotstudie in 2015 die Brutbestände der o. g. Wiesenvogelarten erstmals quantitativ erfasst werden. Dazu werden ab Ende März/Anfang April Revierkartierungen durchgeführt.


Aufbauend auf den Revierkartierungen sollen die Nester der Sumpfohreule, des Großen Brachvogels, der Uferschnepfe, und, soweit im Rahmen der Pilotstudie möglich, des Austernfischers und Kiebitzes lokalisiert und in enger Absprache mit den Landwirten und Jagdpächtern geschützt werden. Die Nester werden mit Bambusstäben markiert, bei auf Weideflächen brütenden Wiesenlimikolen kann zur Sicherung des Nestes darüber hinaus ein Schutzkorb aufgebaut werden. Nester von auf Mahdflächen brütenden Vögeln sind durch min. 25 x 25 m große Absperrungen (Eckpflöcke) zu schützen; diese Flächen dürfen in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde erst nach der Brutzeit gemäht werden.


Zugleich sind erste Untersuchungen zum Schlupferfolg geplant. Untersuchungen zum Schlupferfolg von Wiesenvögeln liegen aus der Etzeler Marsch bisher nicht vor. Schlupferfolgsdaten sind unabdingbar, um bspw. abzuschätzen, ob die lokale Population sich langfristig selbst erhalten kann oder ob die Population auf Zuwanderung aus anderen Gebieten angewiesen ist. Schlupferfolgsuntersuchungen geben zugleich Hinweise auf die Effektivität der durchgeführten Nestschutzmaßnahmen und auf weitere Gefährdungsursachen (z. B. Verluste in Folge Prädation).


Sollte sich die Bedeutung des Gebiets für Wiesenvögel und deren Gefährdung bestätigen, sollen die Untersuchungen langfristig auf einer größeren Fläche fortgeführt werden.


An einer Mitarbeit Interessierte wenden sich bitte an Michael Exo, E-Mail: Michael.exo@web.de.


Mit Förderung durch die Naturschutzstiftung Friesland – Wittmund – Wilhelmshaven.



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